DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: September 2018

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DB vom 28.09.2018, Heft 39, Seite M26 - M27, DB1278400
Der Betrieb > Steuerrecht > Standpunkt

Kosten für den Vermögensübergang vs. Umwandlungskosten

StB Dr. Florian Holle, M.A. / StB Dipl.-Kfm. Dr. Martin Weiss

StB Dr. Florian Holle, M.A., ist Leiter Steuerrecht beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband in Berlin sowie Lehrbeauftragter an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Wiesbaden.

StB Dipl.-Kfm. Dr. Martin Weiss arbeitet bei Flick Gocke Schaumburg Partnerschaft mbB in Berlin.

Im verwaltungsnahen Schrifttum wird die Auffassung vertreten, es handle sich bei den Termini „Kosten für den Vermögensübergang“ und „Umwandlungskosten“ um Synonyme. Diese Einschätzung soll nicht unkommentiert bleiben.

StB Dr. Florian Holle, M.A.

StB Dipl.-Kfm. Dr. Martin Weiss

Im Rahmen von Umstrukturierungen und Umwandlungen entstehen verschiedenartige Kosten. Diese gelangen in den Fokus der Finanzverwaltung, werden sogar als „unterschätztes Prüfungsfeld“ (Krohn, DB 2018 S. 1755) bezeichnet. Die Konfrontation zwischen Betriebsprüfung und Steuerpflichtigem ist vorprogrammiert, da die Kosten für den Vermögensübergang das Schicksal des Übernahmeergebnisses teilen – nämlich, im Fall der Verschmelzung oder Spaltung von Körperschaften auf Körperschaften (§ 12 Abs. 2 Satz 1 UmwStG), dessen (weitgehende) Steuerfreiheit.

Im Ergebnis wirken diese wie nachträgliche Anschaffungskosten oder nichtabziehbare Betriebsausgaben. Entsprechend steht im Raum: 100% abziehbare Betriebsausgabe oder (im Ergebnis) 0% abziehbar. Ursprung der Diskussion ist die Unbestimmtheit der Termini Kosten für den Vermögensübergang und Umwandlungskosten. Auch andere Umwandlungen wie Verschmelzungen oder Spaltungen von Körperschaften

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