DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Mai 2019

In 'Meine Akten' einfügen

DB vom 17.05.2019, Heft 20, Seite 1097 - 1104, DB1287966
Der Betrieb > Betriebswirtschaft > Internationales Steuerrecht > Aufsatz

Umsetzung der ATAD II in Bezug auf hybride Gestaltungen mit Unternehmen

Isabelle Krause, M.Sc.

Isabelle Krause, M.Sc., Senior Associate, International Tax Services der KPMG AG in Düsseldorf. Der Beitrag ist ein Ausschnitt der gleich betitelten Masterarbeit, eingereicht bei Herrn Prof. Dr. Guido Förster am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Die Umsetzung der Mindestvorgaben der Anti-Tax-Avoidance-II-Richtlinie (ATAD II) hat bis zum 31.12.2019 zu erfolgen. In dem Beitrag wird anhand von Beispielfällen untersucht, inwieweit bereits bestehende nationale Normen den Vorgaben der ATAD II in Bezug auf hybride Gestaltungen mit Unternehmen gerecht werden und welcher Handlungsbedarf auf dieser Grundlage für den deutschen Gesetzgeber noch besteht.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Die ATAD-II-Richtlinie der EU
    • 1. Allgemeines
    • 2. Tatbestandsvoraussetzungen
    • 3. Rechtsfolgen
  • III. Unilaterale Maßnahmen zur Vermeidung hybrider Gestaltungen
    • 1. DD-Ergebnis
    • 2. Sonderfall deutsche PersGes.
    • 3. D/NI-Ergebnis
  • IV. Wirtschaftliche Konsequenzen für deutsche Unternehmen
  • V. Fazit

I.Einleitung

Der Rat der EU hat am 12.07.2016 die Richtlinie „zur Bekämpfung von Steuervermeidungspraktiken mit unmittelbaren Auswirkungen auf das Funktionieren des Binnenmarktes“ („Anti-Tax-Avoidance-Directive“ – im Folgenden ATAD I ) erlassen, welche die Grundlage für eine einheitliche europaweite Implementierung der BEPS-Ergebnisse der OECD bildet und somit den politisch als missbräuchlich bewerteten Gestaltungen begegnen soll. Art. 9 ATAD I, welcher hybride Gestaltungen zwischen Konzerngesellschaften innerhalb der EU regelt, wurde durch die Richtlinie zur Änderung der ATAD I in Bezug auf hybride Gestaltungen mit Drittländern vom 29.05.2017 (im Folgenden ATAD II ) erweitert. Die Mitgliedstaaten der EU haben die Mindestvorgaben der ATAD II gem. Art. 11 Abs. 5a ATAD II bis zum 31.12.2019 zu veröffentlichen und ab dem 01.01.2020 verpflichtend anzuwenden. Ziel des Beitrags ist es, zu erörtern, welche nationalen Regelungen hybriden Gestaltungen mit Unternehmen bereits entgegenwirken und an

div
Der Volltext dieses Inhalts steht exklusiv Abonnenten zur Verfügung.
Top