DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Februar 2019

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DB vom 08.02.2019, Heft 06, Seite 305 - 310, DB1294481
Der Betrieb > Arbeitsrecht > Betriebliche Altersversorgung > Aufsatz

Teuerungsanpassung der Betriebsrenten 2019

– Anstieg von Lebenshaltungskosten und Nettoeinkommen im Zeitraum 2016/2019 bzw. ab Rentenbeginn –

Michael Kelwing / Gerd Ringwald

Michael Kelwing ist in Mülheim/R. und Gerd Ringwald in Stuttgart bei der Aon Hewitt GmbH als Sachverständige für Altersvorsorge und Vergütung tätig.

Sagt ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer laufende Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zu, so ist er gem. § 16 Abs. 1 BetrAVG grds. verpflichtet, alle drei Jahre eine Anpassung dieser Leistungen aufgrund der Teuerungsrate zu prüfen. Folgender Beitrag erörtert und erläutert die anzuwendenden Bewertungsmaßstäbe.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Anpassungsverpflichtung
  • III. Prüfungszeitpunkt und Prüfungszeitraum
    • 1. Individuelle Ermittlung der Prüfungszeitpunkte
    • 2. Bündelung des Prüfungstermins
    • 3. Maßgeblicher Prüfungszeitraum
  • IV. Bestimmung des Anpassungsbedarfs
    • 1. Ermittlung der Teuerungsrate – Rechenschritt 1
    • 2. Ermittlung des dreijährigen Nettolohnanstiegs – Rechenschritt 2
  • V. Wirtschaftliche Lage des Arbeitgebers
  • VI. Nachholende Anpassung
  • VII. Ermittlung der Preissteigerung seit Rentenbeginn unter Berücksichtigung des Hälftelungsprinzips bis 1975
  • VIII. Zusammenfassung

I.Einleitung

In 2018 sind die Verbraucherpreise im Durchschnitt noch ein wenig stärker angestiegen als im Vorjahr. Der Trend, der sich seit Ende 2016 zeigt, hat sich in 2018 fortgesetzt mit monatlichen Steigerungsraten zwischen 1,4% und 2,5%. Die Preisentwicklung wurde im Jahresverlauf hauptsächlich durch den Anstieg der Verbraucherpreise im Energiesektor verursacht. Zum Jahresende haben sich die Steigerungsraten wieder deutlich abgeschwächt mit einem Monatswert von 1,7% im Dezember.

Die für die Anpassung der Betriebsrenten maßgebliche dreijährige Teuerungsrate beträgt zum 01.01.2019 5,1%.

Die im Jahresdurchschnitt 2018 mit 1,9% gegenüber dem Vorjahr etwas höhere Steigerung der Verbraucherpreise ist im Wesentlichen geprägt von einem erheblichen Anstieg im Energiesektor (4,9%), insb. getrieben von den deutlichen Preiserhöhungen für leichtes Heizöl (21,7%) und Kraftstoffe (7,8%). Auch die Preise für Nahrungsmittel (2,5%) und Dienstleistungen (1,5%) stiegen spürbar an, was zusammen mit den

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