DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Februar 2019

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DB vom 15.02.2019, Heft 07, Seite 317 - 322, DB1290004
Der Betrieb > Betriebswirtschaft > Corporate Governance / Rechnungslegung > Aufsatz

Weiterentwicklung der Unternehmensberichterstattung

– Gemeinsame Berichterstattung zur Corporate Governance durch Vorstand und Aufsichtsrat (§ 289f HGB, Grundsatz 17 DCGK-E) –

Arbeitskreis Corporate Governance Reporting der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.

Mitglieder des Arbeitskreises Corporate Governance Reporting der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. sind: Prof. Dr. Kai C. Andrejewski, KPMG AG WPG; Prof. Dr. Andreas Barckow, DRSC e.V.; Dr. Claus Buhleier (AK-Leitung), Deloitte GmbH WPG; Peter H. Dehnen, DEHNEN Rechtsanwälte; Prof. Dr. Peter Kajüter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Martin Kaspar, PricewaterhouseCoopers GmbH WPG; Dr. Christian Kuhn, RWE AG; Prof. Dr. Patrick C. Leyens, Erasmus University Rotterdam/Universität Hamburg; Prof. Dr. Stefan Müller (AK-Leitung), Helmut-Schmidt-Universität Hamburg; Nino Sebastian Müssig, Deutsche Bank AG; Sean Pierre Needham, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg; Dr. Michael Plötner, SAP SE; PD Dr. Remmer Sassen, Universität Hamburg; Prof. Dr. Eberhard Scheffler; Ellen Simon-Heckroth, BDO AG WPG; Ingo Speich, Union Investment Privatfonds GmbH; Prof. Dr. Jochen Vetter, Hengeler Mueller; Prof. Dr. Stefan C. Weber, FH Wedel; Prof. Dr. Axel v. Werder, Technische Universität Berlin.

Der Beitrag wurde vorbereitet durch die Arbeitskreismitglieder Dr. Christian Kuhn, Prof. Dr. Patrick C. Leyens (Koord.), Prof. Dr. Eberhard Scheffler und Prof. Dr. Stefan C. Weber. Die vorgestellten Überlegungen geben die im Arbeitskreis mehrheitlich vertretene Auffassung wieder. Zu Einzelfragen können Auffassungsunterschiede bestehen.

Die Corporate Governance ist gemeinsame Aufgabe von Vorstand und Aufsichtsrat. Aus Sicht des Arbeitskreises Corporate Governance Reporting sollte sich diese gemeinsame Verantwortung der Organe in der Berichterstattung widerspiegeln. Die 2018 vorgelegten Entwürfe zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) und zu einem neugefassten DCGK weisen in dieselbe Richtung. Mit dem vorliegenden Beitrag knüpft der Arbeitskreis an seine Forderung zur Bündelung der Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB an (DB 2018 S. 2125). Aufgezeigt werden Zulässigkeit, Zweckmäßigkeit und Umsetzungsmöglichkeiten einer gemeinsamen Berichterstattung durch Vorstand und Aufsichtsrat. Kern des Vorschlags ist die Mitunterzeichnung der Erklärung durch den Aufsichtsrat.

Artikel-Inhalt

  • I. Einführung
  • II. Gemeinsame Berichterstattung durch Vorstand und Aufsichtsrat
    • 1. Gemeinsame Verantwortung für die Corporate Governance
    • 2. Zulässigkeit gemeinsamer Berichterstattung
    • 3. Zweckmäßigkeit der gemeinsamen Berichterstattung
  • III. Umsetzung der gemeinsamen Berichterstattung (§ 289f HGB, Grundsatz 17 DCGK-E)
    • 1. Vorbereitung der Erklärung
    • 2. Abstimmung der Erklärung zwischen den Organen
    • 3. Zeitlicher Ablauf und Sitzungsplanung
  • IV. Zusammenfassung in Thesen

I.Einführung

Der im Jahr 2014 bei der Schmalenbach Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. eingerichtete Arbeitskreises Corporate Governance Reporting verfolgt das Ziel einer Weiterentwicklung der Unternehmensberichterstattung. Das im Rahmen eines öffentlichen Symposiums an der Technischen Universität Berlin im Februar 2018 diskutierte Arbeitsprogramm und die übergreifenden Vorschläge des Arbeitskreises erfahren Zustimmung. Wichtigstes Anliegen ist die Konsolidierung der derzeit auf unterschiedlichste Berichte verteilten und insgesamt zersplitterten Informationen zur Corporate Governance. Dazu hat der Arbeitskreis eine Bündelung der Berichterstattung in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB vorgeschlagen und befasst sich derzeit mit Ausgestaltungsvorschlägen zur bereits vorgelegten Mustergliederung. Sowohl der RefE des ARUG II vom 11.10.2018 zur Umsetzung der unionsrechtlichen Aktionärsrechterichtlinie als auch der Entwurf zur Neufassung des DCGK vom 25.10.2018 weisen in

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