DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: September 2018

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DB vom 21.09.2018, Heft 38, Seite 2253 - 2260, DB1278465
Der Betrieb > Betriebswirtschaft > Rechnungslegung > Aufsatz

Erstanwendung des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes

– Erfahrungen von Unternehmen aus dem Arbeitskreis „Integrated Reporting“ der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. –

Arbeitskreis Integrated Reporting der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.

Die Mitglieder des Arbeitskreis Integrated Reporting der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. sind: Prof. Dr. Andreas Barckow, Deutsches Rechnungslegungs Standards Commitee e.V.; Nicolette Behncke, PricewaterhouseCoopers AG; Uwe Bergmann, Henkel AG; Tanja Castor, BASF SE; Christoph Deiminger, Universität Regensburg; Michael Gebbert, EnBW Energie Baden-Württemberg AG; Prof. Dr. Edeltraud Günther, Technische Universität Dresden; Olaf Haegler, KPMG AG; Prof. Dr. Rüdiger Hahn, Universität Hohenheim; Prof. Dr. Axel Haller, Universität Regensburg (Arbeitskreisleitung); Dr. Klaus Hufschlag, Deutsche Post DHL Group; Prof Dr. Peter Lorson, Universität Rostock; Dr. Hendrick Nardmann, Deloitte & Touche GmbH; Susana Peñarrubia Fraguas, DWS Investment GmbH; Nicole Richter, Ernst & Young GmbH; Dr. Daniel-Sascha Roth, Volkswagen AG; Dr. Martin Schloemer, BAYER SE; Dr. Monica Streck, Flughafen München GmbH (Arbeitskreisleitung); Dr. Julia Zicke, SAP SE.

Als Folge des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes vom 18.04.2017 mussten bestimmte kapitalmarktorientierte Unternehmen für nach dem 31.12.2016 beginnende Geschäftsjahre ihre periodische Berichterstattung zum ersten Mal um eine sog. „nichtfinanzielle Erklärung“ erweitern. Diese neue Berichtspflicht betrifft auch die Mehrzahl der im Arbeitskreis „Integrated Reporting“ der Schmalenbach Gesellschaft e.V. (AKIR) vertretenen Unternehmen, die allesamt das Bestreben gemein haben, bei wesentlichen Entscheidungen nichtfinanzielle und finanzielle Aspekte integriert zu betrachten. Der Beitrag hat zum Ziel, einerseits die Heterogenität der von den Arbeitskreis-Unternehmen gewählten Formate der neuen Berichterstattung und diesbezügliche Einflussfaktoren darzustellen. Andererseits zeigt er die unternehmensinternen und -externen Effekte bei der Erstanwendung der Regelung auf.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Umsetzungspraxis des CSR-RUG hinsichtlich der nichtfinanziellen Erklärung
    • 1. Determinanten der Wahl der Berichtsalternativen
    • 2. Rolle der Prüfung bei der Wahl der Berichtsalternativen
  • III. Effekte durch die Umsetzung des CSR-RUG im Unternehmen
    • 1. Unternehmensinterne Effekte
    • 2. Effekte bezüglich der Berichterstattung
    • 3. Prüfungsspezifische Effekte
  • IV. Zusammenfassung und Ausblick

I.Einleitung

In diesem Jahr wurden in Deutschland zum ersten Mal die Regelungen des auf der CSR-Richtlinie (Richtlinie 2014/95/EU) vom 22.10.2014 basierenden CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes (CSR-RUG) von großen Unternehmen öffentlichen Interesses verpflichtend angewendet. Dabei zeigt sich eine große Heterogenität in der Ausübung der gesetzlich eingeräumten Darstellungsmöglichkeiten der geforderten nichtfinanziellen Informationen sowie in der Umsetzung und Interpretation der Regelungen. Ein Grund für diese Heterogenität dürfte dabei u.a. in der Berichterstattungspraxis der jeweiligen Unternehmen in den Vorjahren sowie in der i.d.R. damit zusammenhängenden Erfahrung im Umgang mit nichtfinanziellen Themen und Parametern in der internen bzw. externen Unternehmensberichterstattung liegen. Eine spezifische Form eines solchen Umgangs ist die Umsetzung des Konzepts des Integrated Reporting (IR) im Unternehmen. Dieses seit einigen Jahren vorgeschlagene, diskutierte und weltweit von verschiedenen

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