DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Oktober 2018

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DB vom 19.10.2018, Heft 42, Seite 2513 - 2517, DB1280614
Der Betrieb > Betriebswirtschaft > IFRS / Rechnungslegung > Aufsatz

Zur Beschaffenheit des Goodwill

– Implikationen für den Nutzungszeitraum –

Dr. Martin Tettenborn / Dr. Matthias Höltken

Dr. Martin Tettenborn ist bei der KION GROUP AG im Bereich IFRS Competence in der Abteilung Corporate Accounting & Tax tätig. Dr. Matthias Höltken ist Leiter des Bereichs IFRS Competence bei der KION GROUP AG. Die Autoren geben ausschließlich ihre persönliche Auffassung wieder.

Der Goodwill als Residualgröße einer Kapitalkonsolidierung lässt oftmals einen eher technischen Charakter vermuten. Tatsächlich repräsentiert diese Position regelmäßig verschiedene nichtansatzfähige immaterielle Ressourcen, die in diesem Beitrag als Goodwill-Komponenten untersucht werden. Es zeigt sich insb., dass die Going-Concern-Komponente die domminierende Komponente darstellt und diese qualitative Indikationen für die Bestimmung des Nutzungszeitraums des Goodwill zulässt.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Grundlagen
    • 1. Ermittlung des Goodwill als Residuum
    • 2. Heterogenität des Goodwill
  • III. Bestandteile des Goodwill
    • 1. Bestandteile der Going-Concern-Komponente
    • 2. Übrige Komponenten
  • IV. Nutzungszeitraum
    • 1. Going-Concern-Komponenten
    • 2. Andere Komponenten
  • V. Beurteilung der Komponenten des Goodwill aus Sicht des HGB
  • VI. Thesenförmige Zusammenfassung

I.Einleitung

Charakteristisches Merkmal des Goodwill ist seine unbestimmte Nutzungsdauer und die daraus – in Übereinstimmung mit IAS 36 – abgeleitete jährliche sowie bei Vorliegen expliziter Hinweise notwendige Werthaltigkeitsprüfung. Die Ermittlung eines Goodwill erfolgt im Rahmen der Kapitalkonsolidierung als Residuum. Der so ermittelte Goodwill setzt sich jedoch aus verschieden Komponenten zusammen. Eine vermutete Veränderung der Beschaffenheit der einzelnen Komponenten des Goodwill kann auf einen abnehmenden wirtschaftlichen Nutzen hindeuten und somit die Notwendigkeit der Durchführung eines Werthaltigkeitstests herbeiführen.

Die Wirkung und Bedeutung des Goodwill wurde in den letzten Jahren sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene anhand der Analyse diverser Bilanzkennzahlen nahezu erschöpfend diskutiert. Kritik zog dabei regelmäßig der impairment-only approach auf sich, nach dem die Abbildung eines planmäßigen Wertverzehrs nicht vorgesehen ist. In der Bilanzierungspraxis

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