DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Mai 2019

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DB vom 17.05.2019, Heft 20, Seite 1147 - 1153, DB1297558
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New Work – eine arbeitsrechtliche Standortbestimmung

Dr. Alexander Eufinger / Nils Burbach

Dr. Alexander Eufinger ist Leiter Personal & Recht einer Stiftung in Frankfurt/M. sowie Lehrbeauftragter an der Universität Siegen und der Hochschule RheinMain; Nils Burbach ist juristischer Mitarbeiter ebenda sowie Doktorand an der Universität Siegen.

Auch angeschoben durch die gesellschaftliche Debatte zur Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelt greifen Unternehmen im Zeichen der Bewegung der New Work vermehrt auf neue Arbeitsformen zurück, die dem Einzelnen zu einer erhöhten Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung bei der Durchführung seiner Arbeit verhelfen sollen. Allerdings kann die Einführung solcher moderner Arbeitsstrukturen zu Kompatibilitätsproblemen mit dem geltenden Arbeitsrecht führen, ist die bestehende Arbeitsrechtsordnung doch noch auf ein klassisches Normalarbeitsverhältnis ausgerichtet. Diese Problematik gibt dazu Anlass, bestehende Erscheinungsformen der New Work auf ihre arbeitsrechtliche Handhabbarkeit zu untersuchen.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Agiles Arbeiten und tradiertes Arbeitsrecht
    • 1. Begriffsannäherung
    • 2. Agiles Arbeiten im laufenden Arbeitsverhältnis
    • 3. Agiles Arbeiten und Beendigung des Arbeitsverhältnisses
    • 4. Mitbestimmungsrechtliche Aspekte der agilen Arbeit
  • III. Arbeitsort- und Arbeitszeitmodelle der New Work
  • IV. Fazit und Ausblick

I.Einleitung

Ein Acht-Stunden-Tag an einem festen Arbeitsplatz im Büro von 8:00 bis 16:00 Uhr. Die Entlohnung der Arbeitsleistung durch ein starres Vergütungssystem. Das Bestehen von klaren Hierarchien im Betrieb. Ein einzelner Chef, der die strategische Ausrichtung des Unternehmens allein vorantreibt und den Mitarbeitern ausschließlich fremdbestimmt Aufgaben aufträgt. Ein solches Verständnis von Arbeit gilt inzwischen immer öfter als überholt und nicht mehr zeitgemäß. Bereits seit geraumer Zeit wird eine gesellschaftliche Debatte über die zukünftige Ausrichtung der Arbeitswelt geführt. So hat sich unter dem Begriff des New Work eine Bewegung formiert, die auf eine Abkehr der traditionellen Auffassung von Arbeit abzielt und einen Wandel der bestehenden Arbeitswelt einzuläuten vermag. Damit hat sich die Bewegung der New Work – oder auch der neuen Arbeit – zu einem Sinnbild einer neuen Arbeitsweise herauskristallisiert, die den Einflüssen aus Digitalisierung, Globalisierung und des demografischen

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