DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Dezember 2018

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DB vom 21.12.2018, Heft 51-52, Seite M26 - M27, DB1290558
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Unternehmer unter Generalverdacht

Eingriffe in Datenschutz sind unverhältnismäßig

Prof. Rainer Kirchdörfer

Prof. Rainer Kirchdörfer ist Vorstand der Stiftung Familienunternehmen.

Unternehmen und ihre Gesellschafter müssen immer mehr Daten öffentlich preisgeben. Dabei findet der Datenschutz unzureichende Beachtung. Es ist Zeit, dass der Gesetzgeber die ungezügelten Offenlegungspflichten überdenkt.

Prof. Rainer Kirchdörfer

Datenschutz wird in der Öffentlichkeit meist nur diskutiert, wenn die Allgemeinheit betroffen ist. Dass der Gesetzgeber Unternehmern immer mehr Publizitätspflichten auferlegt, nimmt die breite Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis. Dabei ist das Tempo, mit der die EU datenschutzrechtliche Standards auf unternehmerischer Ebene aushöhlt, erschreckend. Das macht eine Studie von Prof. Ralf P. Schenke und Prof. Christoph Teichmann von der Universität Würzburg im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen deutlich. Sie kommt einem Weckruf gleich. Wie weitgehend die Eingriffe des Staates in die Privatsphäre der Gesellschafter von Familienunternehmen schon sind, zeigt sich am Transparenzregister, das auf EU-Ebene bereits eingeführt worden ist und nun erweitert werden soll.

Transparenzregister wird 2020 für jedermann einsehbar

Am 23.06.2017 wurde das Gesetz zur Umsetzung der vierten EU-Geldwäscherichtlinie beschlossen. Als eine von mehreren Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche

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