DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: März 2019

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DB vom 15.03.2019, Heft 11, Seite 564 - 572, DB1296062
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LSt-Update 2018/2019: Aktuelle Rspr. und Verwaltungsanweisungen

RiBFH Dr. Stephan Geserich

RiBFH Dr. Stephan Geserich ist Richter im VI. Senat des BFH, München.

Auch im vergangenen Jahr hat der BFH grundlegende Urteile u.a. zur 44-€-Freigrenze bei Zukunftssicherungsleistungen, zum Zufluss von Arbeitslohn bei Wertguthabenkonten, zum häuslichen Arbeitszimmer, zu Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen gefällt und das BMF in einer Vielzahl von Anwendungsschreiben lohnsteuerliche Zweifelsfragen verdeutlicht. Auf die wichtigsten Neuerungen, die für die ESt-Veranlagung 2018 und das LSt-Ermäßigungsverfahren 2019 von Bedeutung sind, weist dieses Update 2018/2019 in Ergänzung zu dem Gesetzgebungs-Update (vgl. DB 2019 S. 509 = DB1295130) hin.

Artikel-Inhalt

  • I. Rechtsprechung
    • 1. 44-€-Freigrenze bei Zukunftssicherungsleistungen
    • 2. Zufluss von Arbeitslohn bei Wertguthabenkonten
    • 3. Schadensersatz wegen überhöhter ESt-Festsetzung
    • 4. Berechnung der 44-€-Freigrenze bei Sachbezügen
    • 5. Werbungskosten
    • 6. Anmietung einer als Homeoffice genutzten Wohnung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber
    • 7. Sonderausgaben
    • 8. Außergewöhnliche Belastungen
    • 9. § 35a EStG
    • 10. Kindergeld
    • 11. Veranlagungsverfahren
    • 12. Zugangsvermutung
  • II. Verwaltungsanweisungen
    • 1. Lohnsteuerliche Behandlung der Überlassung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs an Arbeitnehmer
    • 2. Unentgeltliche oder verbilligte Mahlzeiten der Arbeitnehmer ab Kalenderjahr 2018
    • 3. Sachbezugswert für arbeitstägliche Zuschüsse zu Mahlzeiten
    • 4. Steuerbefreiung des Kaufkraftausgleichs (§ 3 Nr. 64 EStG)
    • 5. Überlassung von (Elektro-)Fahrrädern an Arbeitnehmer
    • 6. Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten im Ausland ab 01.01.2019
    • 7. Steuerliche Anerkennung von Umzugskosten nach R 9.9 Abs. 2 LStR
    • 8. Vorläufige Steuerfestsetzung im Hinblick auf anhängige Musterverfahren
    • 9. Nachforderungszinsen – AdV

I.Rechtsprechung

1. 44-€-Freigrenze bei Zukunftssicherungsleistungen

Nach der Rspr. des BFH ist für die Abgrenzung von Bar- und Sachlohn und damit u.a. für die Anwendung der 44-€-Freigrenze des § 8 Abs. 3 EStG der Rechtsgrund des Zuflusses entscheidend. Auf Grundlage der arbeitsvertraglichen Vereinbarungen ist zu ermitteln, welche Leistung der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber beanspruchen kann. Ein Sachbezug unterscheidet sich von Barlohn durch die Art des arbeitgeberseitig zugesagten und daher arbeitnehmerseitig zu beanspruchenden Vorteils selbst und nicht durch die Art und Weise der Erfüllung dieses Anspruchs. Kann der Arbeitnehmer lediglich die Sache selbst beanspruchen, liegen daher Sachbezüge i.S.d. § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG vor, die unter den weiteren Voraussetzungen des § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG außer Ansatz bleiben. Unerheblich ist dann, ob der Arbeitnehmer die Sache unmittelbar vom Arbeitgeber erhält oder ob der Arbeitnehmer die Sache von einem Dritten auf Kosten des Arbeitgebers bezieht.

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