DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Februar 2017

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DB vom 03.02.2017, Heft 05, Seite 228 - 229, DB1224166
Der Betrieb > Steuerrecht > Erbschaft-/Schenkungsteuer > Entscheidung

Keine ErbSt-Befreiung für den Erwerb von Wohnungseigentum ohne Selbstnutzung

Steuerpflichtiger Erwerb – Wohnungseigentum – Selbstnutzung – Steuerbefreiung

Der Erwerb von Wohnungseigentum von Todes wegen durch ein Kind ist nicht steuerbefreit, wenn das Kind die Wohnung nicht selbst nutzt, sondern unentgeltlich einem Dritten oder auch einem nahen Angehörigen zur Nutzung überlässt.

BFH, Urteil vom 05.10.2016 – II R 32/15
NORMENKETTE

ErbStG § 13 Abs. 1 Nr. 4c

Artikel-Inhalt

  • Sachverhalt
  • Aus den Gründen

Sachverhalt

Die Klägerin K ist Alleinerbin ihres im Januar 2010 verstorbenen Vaters V. Die zum Nachlass gehörende Eigentumswohnung hat V hat zusammen mit M, seiner Ehefrau und Mutter der K bis zu seinem Tod selbst bewohnt. Nach dem Tod des V überlässt K die Wohnung der M unentgeltlich zur Nutzung. Sie selbst übernachtet dort gelegentlich und nutzt einen Raum der Wohnung für die Verwaltung des Nachlasses. Das FA lehnte es ab, für den Erwerb der Wohnung die Steuerbefreiung nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG mangels Selbstnutzung durch K zu gewähren. Die Klage blieb erfolglos.

Aus den Gründen

Entscheidung

Der BFH wies die Revision der K als unbegründet zurück, da die Steuerbefreiung nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG zu versagen ist.

Steuerfreier Erwerb von Wohneigentum …

1. Steuerfrei ist nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c Satz 1 ErbStG u.a. der Erwerb von Todes wegen des Eigentums oder Miteigentums an einem im Inland belegenen bebauten Grundstück i.S.d. § 181 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 BewG durch Kinder, soweit

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