DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Mai 2017

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DB vom 19.05.2017, Heft 20, Seite 1097 - 1100, DB1227457
Der Betrieb > Betriebswirtschaft > Handelsbilanzrecht / Rechnungslegung > Aufsatz

Konzernumlagen an Tochterunternehmen in der GuV einer Holding-Gesellschaft nach BilRUG

WP/StB Prof. Dr. Peter Oser / StB Dr. Katharina Philippsen / WP/StB Ahmad Sultana

WP/StB Prof. Dr. Peter Oser ist Partner bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart. StB Dr. Katharina Philippsen ist Managerin bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. WP/StB Ahmad Sultana ist Senior Manager bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dortmund.

Konzernumlagen an Tochterunternehmen sind in der GuV einer Holding-Gesellschaft als Umsatzerlöse auszuweisen, falls ihnen ein markt- bzw. leistungsgerechtes Entgelt für eine eigene, wertschöpfende Tätigkeit der Holding-Gesellschaft zugrunde liegt. Bedient sich die Holding zur Erbringung ihrer Dienstleistungen Leistungen Dritter, sind ihre externen Aufwendungen regelmäßig als Aufwendungen für bezogene Leistungen auszuweisen.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Behandlung von Konzernumlagen in der GuV der Holding-Gesellschaft
    • 1. Konzernumlage ≠ markt- bzw. leistungsgerechtes Entgelt
    • 2. Konzernumlage = Dienstleistung 1 + Dienstleistung 2
    • 3. Konzernumlage = markt- bzw. leistungsgerechtes Entgelt
  • III. Folgewirkungen auf sonstige GuV-Posten der Holding-Gesellschaft
    • 1. Folgewirkungen auf sonstige GuV-Posten bei Einsatz betriebsfremder Mittel
    • 2. Folgewirkungen auf sonstige GuV-Posten bei Einsatz eigener Betriebsmittel
  • IV. Zusammenfassung

I.Einleitung

Die bedeutsamste Änderung des deutschen Bilanzrechts durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) stellt die neue Legaldefinition des Begriffs der Umsatzerlöse in § 277 Abs. 1 HGB n.F. dar, die durch die geänderte Definition der Umsatzerlöse in Art. 2 Nr. 5 der EU-Bilanzrichtlinie 2013/34/EU veranlasst ist. Die Umsatzerlöse sind eine der prominentesten Kennzahlen, die intern für die Steuerung und extern für die Messung der Performance eines Unternehmens verwendet werden.

Vor dem BilRUG qualifizierten von einer KapGes. erbrachte Dienstleistungen nur dann als Umsatzerlöse, wenn sie für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft typisch waren. Durch die Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB sind Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen einer Gesellschaft nunmehr stets – also unabhängig davon, ob sie für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft typisch sind oder nicht – Umsatzerlöse. Erste praktische Erfahrungen aus dem Übergang auf das BilRUG belegen,

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