DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Juli 2016

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28.07.2016, DB1210052
Der Betrieb > Steuerrecht > Bilanzsteuerrecht > Kompakt

Rückwirkende Bildung einer Rücklage nach § 6c EStG bei Erhöhung der Gegenleistung aus einer Grundstücksveräußerung

Kommentiert von StB Dennis Janz, LL.M.

StB Dennis Janz, LL.M., Dortmund.

Der BFH hat entschieden, dass Stpfl. eine Rücklage nach § 6c Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 6b Abs. 3 EStG rückwirkend bilden können, wenn sich der Veräußerungspreis (im Fall einer Grundstücksveräußerung) in einem späteren Vz. erhöht und dadurch erstmals ein Veräußerungsgewinn entsteht.

BFH, Urteil vom 10.03.2016 – IV R 41/13

Artikel-Inhalt

  • I. Verkürzter Sachverhalt
  • II. Entscheidung
  • III. Auswirkungen für die Praxis

Streitjahr 2009

I.Verkürzter Sachverhalt

Die Kläger wurden im Streitjahr 2009 als Ehegatten zusammen zur ESt veranlagt. Der Kläger ist als Landwirt tätig und ermittelte zulässigerweise seinen Gewinn aus LuF durch Einnahmen-Überschussrechung nach § 4 Abs. 3 EStG.

Der Kläger schloss im Februar 2007 mit der Windpark X GmbH & Co. KG (KG) einen Nutzungsvertrag, der auf die Überlassung von Flächen durch den Kläger an die KG zur Errichtung und Betrieb einer Windenergieanlage abzielte. Nach § 13 Nr. 2 dieses Nutzungsvertrags verpflichtete sich der Kläger, bei einem etwaigen Verkauf der Flächen, in den entsprechenden Kaufvertrag eine „Weiterführungsklausel“ aufzunehmen.

Mit notariellem Vertrag vom 18.12.2007 (Kaufvertrag) und Übergang von Nutzen und Lasten zum 28.02.2008 veräußerte der Kläger einen Teil der Flächen für einen „Kaufpreis“ von 114.000 € an den Käufer B. Der Buchwert der veräußerten Flächen belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 120.779 €. In § 3b des Kaufvertrags wurden die im Nutzungsvertrag

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