DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Juli 2017

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DB vom 14.07.2017, Heft 27-28, Seite 1530 - 1534, DB1235951
Der Betrieb > Betriebswirtschaft > Handelsbilanzrecht / Rechnungslegung > Aufsatz

Entwicklungsperspektiven für das Hedge Accounting von Bewertungseinheiten zu Finanzinstrumenten und Umsatzerlösen im Corporate Treasury

Dr. Michael Pietrzak / Dipl.-Kfm. Karl-Heinz Bächstädt

Dr. Michael Pietrzak, Dipl.-Kfm. Karl-Heinz Bächstädt, beide Geschäftsführer der Rating & Risk Consulting GmbH, Berlin.

Die Verbindung von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft stellt die Bilanzierung dieser Geschäfte – das Hedge Accounting – trotz BilMoG weiterhin vor erhebliche Herausforderungen. Gegenüber dem handelsrechtlichen Hedge Accounting verfügt IFRS 9 über ein wesentlich breiteres Instrumentarium. Da der HGB-Jahresabschluss der Gesellschaft unabhängig von einer Anwendung der IFRS im Konzernabschluss die Grundlage für die Gewinnbemessung und die Basis für die Steuerbilanz darstellt, sollten aus der Anwendung des § 254 HGB entstehende Risiken von den Unternehmen im Rahmen einer angepassten Liquiditätsplanung berücksichtigt werden.

Artikel-Inhalt

  • I. Problematik
  • II. Definition von Sicherungsbeziehungen bzw. Bewertungseinheiten zu Finanzinstrumenten (Hedge Accounting) nach § 254 HGB
  • III. Bewertungs- und Bilanzierungsbestimmungen von Sicherungsbeziehungen nach Handelsrecht und nach Steuerrecht
  • IV. Problematik der Messung der Effektivität sowie der Berücksichtigung von Cashflow- und Margin-Effekten in illiquiden und volatilen Märkten
  • V. Empfehlungen für eine Verbesserung von Risikomanagement und Bilanzierung von Bewertungseinheiten im Corporate Treasury
  • VI. Ein Vergleich mit den Standards der internationalen Rechnungslegung nach den IFRS
  • VII. Zusammenfassende Betrachtung

I.Problematik

Besonders bei Geschäften in Fremdwährungen und bei Kunden mit Bonitätsrisiken versuchen Unternehmen ihre Risiken durch Gegengeschäfte (Absicherungsgeschäfte) zu eliminieren. Während früher die Absicherung maßgeschneidert durch außerbörsliche OTC-Geschäfte (Over the Counter-Geschäfte) erfolgen konnte, haben sich die Rahmenbedingungen seit der Finanzkrise drastisch verändert. Um Kontrahentenrisiken erheblich zu reduzieren und Transparenz in diesem Marktsegment zu schaffen, müssen insb. Derivate weitgehend über zentrale Gegenparteien abgewickelt, mit ausreichenden Sicherheiten unterlegt sowie an zentrale Register (Transaktionsregister) gemeldet werden. Dabei treten zentrale Gegenparteien als Vertragspartei zwischen Verkäufer und Käufer; sie sind für den Käufer von Wertpapieren Verkäufer und für den Verkäufer Käufer. Für die bilateralen OTC-Geschäfte, die also nicht über zentrale Kontrahenten durchgeführt werden, wurden ebenfalls Vorschriften erlassen. Früher war der außerbörsliche

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