DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: September 2017

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18.09.2017, DB1250178
Der Betrieb > Steuerrecht > Einkommensteuer > Kompakt

Steuerermäßigung für außerhalb des Haushalts erbrachte Handwerkerleistungen

Kommentiert von StB Dennis Janz, LL.M.

StB Dennis Janz, LL.M., tätig bei Schmidt-Janz-Gausemeier, Dortmund.

Das FG Nürnberg hat entschieden, dass die tarifliche ESt nach § 35a Abs. 3 EStG nicht um Werkleistungen zu ermäßigen ist, die außerhalb des Haushalts in der Betriebsstätte des Handwerkers erbracht werden – hier: Herstellung einer Haustür in Abgrenzung zur Montage der Haustür.

FG Nürnberg, Urteil vom 04.08.2017 – 4 K 16/17

Artikel-Inhalt

  • I. Verkürzter Sachverhalt
  • II. Entscheidung des FG
  • III. Begründung der Entscheidung
  • IV. Auswirkungen auf die Praxis

Streitjahr 2015

I.Verkürzter Sachverhalt

Die Kläger sind Eheleute, die im Streitjahr 2015 zusammen zur ESt veranlagt wurden. Der Kläger erzielte Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit und Vermietung und Verpachtung, die Klägerin aus nichtselbstständiger Arbeit.

Die Kläger ließen im Oktober 2015 die Haustür ihres privaten Wohnhauses ersetzen. Hierfür wurden durch den leistenden Unternehmer, insgesamt 4.688 € inkl. USt in Rechnung gestellt. Ein Betrag von 1.435,20 € inkl. USt entfiel dabei auf die Materialkosten, ein Betrag von insgesamt 3.252,80 € inkl. USt auf den Werklohn für Herstellung und Montage der Haustür, welche am 05.11.2015 (ausweislich eines Vermerks auf der Rechnung) gezahlt wurde. Ein Kontoauszug bzw. Überweisungsbeleg wurde nicht vorgelegt.

In der ESt-Erklärung 2015 vom 26.04.2016 wurde durch den steuerlichen Berater der Kläger im Wege der Schätzung ein Betrag i.H.v. 1.184 € als auf die Montage der Haustür entfallende Werklohnkosten im Rahmen des § 35a Abs. 3 EStG geltend

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