DER BETRIEB
Betriebswirtschaft, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht
Stand: Januar 2017

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23.01.2017, DB1227448
Der Betrieb > Steuerrecht > Einkommensteuer > Kompakt

Besteuerung der Barabfindung bei einem Aktientausch nach Einführung der Abgeltungsteuer

Kommentiert von StB Dennis Janz, LL.M.

StB Dennis Janz, LL.M., tätig bei Schmidt-Janz-Gausemeier, Dortmund.

Der BFH hat entschieden, dass ein Barausgleich, der anlässlich eines Aktientauschs für vor dem 01.01.2009 erworbene ausländische Aktien gezahlt wird, nicht nach § 20 Abs. 4a Satz 2 EStG 2009 in eine einkommensteuerpflichtige Dividende umzuqualifizieren ist, wenn die Anteile wegen Ablaufs der einjährigen Veräußerungsfrist bereits steuerentstrickt waren.

BFH, Urteil vom 20.10.2016 – VIII R 10/13

Artikel-Inhalt

  • I. Verkürzter Sachverhalt
  • II. Entscheidung des BFH
  • III. Begründung zur Entscheidung
  • IV. Auswirkungen auf die Praxis

Streitjahr 2009

I.Verkürzter Sachverhalt

Die Kläger wurden als Eheleute im Streitjahr (2009) zusammen zur ESt veranlagt. Die Klägerin erwarb im Jahr 2006 insgesamt 750 Aktien einer US-Firma X (300 Aktien am 18.04.2006, 200 Aktien am 15.05.2006 und 250 Aktien am 06.11.2006). Im Zusammenhang mit einer Übernahme der Firma X durch die US-Firma Y erhielt sie für jede X-Aktie 0,985 Y-Aktien und eine Zahlung i.H.v. 33 US-Dollar. Aus diesem Vorgang wurden im Streitjahr aus dem Depot der Klägerin 750 X-Aktien ausgebucht und 738,75 Y-Aktien eingebucht. Die erhaltene Barabfindung i.H.v. 16.548,54 € wurde von der depotführenden Bank der KapESt unterworfen. Die Klägerin stellte in der ESt-Erklärung 2009 den Antrag auf Überprüfung des Steuereinbehalts nach § 32d Abs. 4 EStG (2009) und auf Günstigerprüfung nach § 32d Abs. 6 EStG. Sie war der Ansicht, dass die im Zusammenhang mit dem Aktientausch erhaltene Zuzahlung nicht der Abgeltungsteuer unterliege.

Das FA folgte diesem Antrag nicht und berücksichtigte

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